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Gelungener Rundgang zum Tag der Städtebauförderung am 04.05.2024

Oberbürgermeister Holuscha eröffnete den diesjährigen Tag der Städtebauförderung neben der Baustelle des Marktplatzes in der Alten Baumwolle. Foto: Stadtverwaltung Flöha/ Bauamt

Insgesamt 4 Banner hängen rund um die Baustelle Marktplatz-4 Perspektiven mit einem Blick in die Zukunft. Foto: Stadtverwaltung Flöha/ Bauamt

Lothar Schreiter erzählt die Geschichte des Bahnhofsgebäudes in Flöha. Foto: Stadtverwaltung Flöha/ Bauamt

Bahnhofshalle und Bahnhofsvorplatz sollen bis 2025 erneuert werden. Foto: Stadtverwaltung Flöha/ Bauamt

Die Alte Post, die bald wieder in neuem Glanz erstrahlen soll, war letzte Station an diesem Tag. Foto: Stadtverwaltung Flöha/ Bauamt

Die Städtebauförderung ist eines der wichtigsten Instrumente der Stadtentwicklung. Deshalb findet seit 2015 eine jährlich wiederkehrende bundesweite Aktion in vielen Städten und Gemeinden statt. Flöha hat sich auch in diesem Jahr wieder am Tag der Städtebauförderung beteiligt. Zwar wurde der offizielle Spatenstich zum Beginn der Arbeiten für den Marktplatz aufgrund des Dachstuhlbrandes im Altbau 1826 kurzfristig abgesagt, aber der kleine „Spaziergang zwischen Alter Baumwolle und Bahnhofsgebäude/Alte Post“ fand statt und so konnten sich die ca. 30 Besucherinnen und Besucher vom Baubeginn des Marktplatzes überzeugen. Und nicht nur davon: Anhand von QR-Codes auf Bannern war es möglich, via Smartphone aus verschiedenen Perspektiven einen Eindruck vom fertiggestellten Marktplatz zu erhalten. Wer nicht die Gelegenheit hatte, dabei zu sein, kann auch im Nachhinein die Visualisierungen ansehen, denn die Banner bleiben während der gesamten Bauzeit hängen.

Der Amtsleiter der Bauverwaltung, Andre Stefan, erläuterte den Besuchern verschiedene Details zur Planung und zur Bauausführung. So erhält der zukünftige autofreie Marktplatz einen Belag aus überwiegend rotem Granitpflaster und in bestimmten Bereichen eine sandgeschlemmte Decke. Highlight wird sicher der dem Mühlgraben nachempfundene Wasserlauf mit Sitzmöglichkeiten unter einem Baumhain - ein idealer Ort zum Begegnen und Verweilen. Die Stadt erhält für den Marktplatz, dessen Kosten sich auf ca. 3 Mio. € belaufen, Fördermittel (2/3) von vom Bund über das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ bzw. von Bund und Land über das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“. 2025 soll der Marktplatz von Flöha fertiggestellt sein.

Der Rundgang führte anschließend über den sanierten Bahnhofstunnel zum nahegelegenen Bahnhofsgebäude, wo Lothar Schreiter zunächst Historisches zur Entstehung und Nutzung des Bahnhofs präsentierte. Im Anschluss daran gab Herr Stefan einen Ausblick auf die Zukunft, denn es ist geplant, die Bahnhofshalle auch wieder als solche zu nutzen und für die Öffentlichkeit am Tag zu öffnen. Dafür sind im Vorfeld Sanierungsmaßnahmen sowohl außen an der Fassade und Dach als auch im Innern der Halle erforderlich. Finanziert wird die Maßnahme mit Fördergeldern aus dem Europäischer Fond für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ sowie Eigenmitteln der Stadt. Auch der Bahnhofsvorplatz wird modernisiert und erhält mit Hilfe von Städtebaufördermitteln zusätzliches Grün, neue Ausstattungselemente (Leuchten, Bänke, Abfallbehälter) und einen barrierefreien Übergang zum Bahnhofsgebäude.

Den Abschluss des kleinen Rundgangs bildete die Alte Post. Auch zu diesem stadtbildprägenden Gebäude konnte Lothar Schreiter eine Menge Wissenswertes erzählen. So ist es kein Zufall, dass Post und Bahnhof wegen der damaligen logistischen Anforderungen in räumlicher Nähe zueinander gelegen sind. Schließlich schilderte Herr Stefan die bevorstehende Sanierung und Wiederbelebung des lange Zeit ungenutzten Postgebäudes durch die Wohnungsgenossenschaft Flöha und Umgebung eG. Dieses Vorhaben wird mit Fördermitteln aus dem Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ bezuschusst.

An diesem bundesweiten Aktionstag wurde deutlich, welchen Beitrag die Städtebauförderung bei der Revitalisierung, Sanierung und Umnutzung sowie der Aufwertung von Quartieren leistet. Denn die Kosten dafür teilen sich Bund, Land und Kommune zu je einem Drittel.

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